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Lokales / Politik

Foto: Tarifverhandlungen: Schweriner Stadtverwaltung bewarnstreikt

Ein Großteil der geforderten Verbesserungen soll dem Nachwuchs zu Gute kommen.

Foto: Tarifverhandlungen: Schweriner Stadtverwaltung bewarnstreikt

Die Streikenden trafen sich vor dem Stadthaus, danach marschierten sie im Demonstrationszug über die Wismarsche Straße. Fotos: StK

Tarifverhandlungen: Schweriner Stadtverwaltung bewarnstreikt

08.02.2010

Kämpferischer Start in die neue Woche nach Aufruf der Gewerkschaft Verdi: Erst trafen sich die Warnstreikenden in den frühen Morgenstunden des 8. Februars vor dem Schweriner Stadthaus, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, dann zogen sie in einer kleinen Demonstrationsformation weiter über die Wismarsche Straße. Auf einem leuchtgelben Transparent war zu lesen: "Altern in Teilzeit - Übernahme in Vollzeit". Dies wurde von der Verdi-Jugend gestaltet und umreißt eine der Forderungen. Die Gewerkschaft will die Altersteilzeit unter anderem deswegen neu verhandeln, damit junge Leute wieder Chancen haben, in den öffentlichen Dienst einzusteigen.

Außerdem setzt sich Verdi unter anderem für bessere Aufstiegsmöglichkeiten und Entgelterhöhungen ein. Insgesamt sollen somit Verbesserungen in Höhe von fünf Prozent erzielt werden. Hintergrund der sind die derzeit laufenden Tarifverhandlungen für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen. Dabei verhandeln die Gewerkschaften zentral in Potsdam mit der Bundesregierung und dem Verband der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA).

Sollte sich Verdi mit den Forderungen durchsetzen, bedeutete dies für die Stadt Schwerin ein Kostensteigerung von jährlich rund zwei Millionen Euro. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow solidarisiert sich dennoch mit ihren Untergebenen: „Es ist das Recht der Beschäftigten, für ihre Tarife zu streiken. Wer gute Arbeit macht, der soll auch gut bezahlt werden. Die Forderungen der Gewerkschaft, zum Beispiel die Sicherung der Ausbildung von Nachwuchskräften oder eine neue Altersteilzeitregelung, sind auch im Interesse von uns Arbeitgebern. Als Arbeitgeberin sage ich deshalb: es ist an der Zeit, der Gewerkschaft ein Angebot zu unterbreiten“. StK