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Streiks bei der Helios Servicegesellschaft in Schwerin und Leezen

Nach Warnstreiks wird es nun ernst

Foto: Streiks bei der Helios Servicegesellschaft in Schwerin und Leezen
Parallel zu den Warnstreiks (hier das "Streikfrühstück" am Pfaffenteich) in der vergangenen Woche wurde über einen unbefristeten Streik abgestimmt. Foto: StK
Schwerin, 20.8.12
Nach erfolgter Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder von Verdi und der IG BAU werden die Beschäftigten bei HSN Schwerin/Leezen ab Dienstag, 21. August, zu unbefristeten Streiks aufgerufen.
Die Gewerkschaften Verdi und IG BAU haben den Helios-Konzern bereits im Mai zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Einstiegslöhne für die Servicebeschäftigten liegen derzeit bei 6,39 Euro/6,90 Euro und deutlich unter dem Mindestlohn. Die Gewerkschaften fordern Tarifgespräche zu einem Entgelttarifvertrag mit einem Einstiegslohn von zehn Euro, entsprechende Erhöhungen aller weiteren Entgeltgruppen, manteltarifliche Regelungen und nach Ankündigung seitens Helios, die HSN zum 1. September aufzuspalten, einen Überleitungsvertrag für die Beschäftigten. Der Helios-Konzern verweigere bislang die Aufnahme von Tarifverhandlungen.
Die Gewerkschaften gehen davon aus, dass die Betriebsabläufe in den einzelnen Bereichen der HSN noch mehr gestört werden und es Auswirkungen auf Grund der kommenden unbefristeten Streiks beim Arbeitgeber geben wird. Verdi-Fachbereichssekretärin Diana Markiwitz sagt: „Wir erwarten weiterhin ein Signal von Helios. Es scheint hier von Arbeitgeberseite auf Zeit gespielt zu werden. Vermutlich hofft der Arbeitgeber, dass der 1.9.2012 bald ran ist und er dann die Beschäftigten aufspalten und ausgliedern kann. Eine sehr unanständige Art und Weise im Rahmen dieser Tarifauseinandersetzung.“

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