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Das Residenzensemble Schwerin mit dem Schweriner Schloss hat eine weitere Etappe auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe zurückgelegt – der Antrag des Landes für das Schweriner Schloss und das Doberaner Münster wurde bereits einige Wochen vor dem offiziellen Abgabetermin am 1. August 2012 durch den Bildungsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern an die Kultusministerkonferenz übersandt.
„Der Antrag ist auf dem Weg, wir haben unsere Hausaufgaben pünktlich erledigt und gemeinsam mit dem Gutachter Dr. Christian Ottersbach repräsentative und aussagekräftige Unterlagen erarbeitet“, sagt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, die nun auf ein positives Votum der Kultusministerkonferenz hofft. „Aber schon die Bewerbung um den Welterbetitel unterstreicht unsere Verantwortung für die Erhaltung des baulich-kulturellen Erbes in unserer Stadt. Die Bewerbung und der Titel Weltkulturerbe sind ein Qualitätssiegel. Sie fördern die Bekanntheit und das positive Image Schwerins. Das kommt unserer touristischen Entwicklung auf jeden Fall zugute“, so die Oberbürgermeisterin.
Im Welterbeantrag präsentiert sich das Residenzensemble Schwerin als Kulturlandschaft des romantischen Historismus. Sein außergewöhnlicher universeller Wert besteht in der harmonischen Einbettung in die Seenlandschaft mit engen räumlichen Beziehungen sowohl der Architektur als auch der Gärten zum Wasser. Das in großer Geschlossenheit erhaltene Residenzensemble mit dem Schweriner Schloss als Mittelpunkt veranschaulicht zudem in einzigartiger Weise die Hofkultur und die Epoche des 19. Jahrhunderts.
Es gibt strenge Vorgaben und Regularien, wie das Verfahren abzuarbeiten ist. Auf der Kultusministerkonferenz am 4. April 2010 hatten die Ressortchefs der Länder beschlossen, die deutsche Tentativliste fortzuschreiben, um die Aufnahmechancen auch in Zukunft zu wahren. Jedes Bundesland kann bis zum 1. August 2012 zwei Vorschläge unterbreiten.
Der Kulturausschuss der Kultusministerkonferenz wird diese Vorschläge im Jahre 2013 von einer Expertengruppe evaluieren zu lassen. Voraussichtlich Ende 2014 wird die Kultusministerkonferenz entscheiden. Erst nach einem positiven Votum wird Schwerin den ausführlichen Antrag mit dem sehr aufwändigen Managementplan in Angriff nehmen.
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